Anfechtung der Annahme einer Erbschaft

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Liegen die gesetzlichen Voraussetzungen vor, hat ein Erbe in seltenen Fällen die Möglichkeit, sich durch eine sog. Anfechtung der Annahme der Erbschaft von den Rechten und Pflichten des Erblassers, welche mit dem Erbfall auf ihn übergegangen waren, zu lösen. Als Anfechtungsgründe kommen beispielswiese ein Irrtum über den Berufungsgrund der Erbschaft oder ein solcher über das Verwandtschaftsverhältnis zum Erblasser in Betracht.

Ficht ein Erbe die Annahme der Erbschaft an, so sind sämtliche Anfechtungsgründe innerhalb der gesetzlichen Anfechtungsfrist, also innerhalb von sechs Wochen, gerechnet ab dem Tag, an dem man von dem Anfechtungsgrund Kenntnis erlangt hat, geltend zu machen. Eine verlängerte Frist gilt beispielsweise bei grenzüberschreitenden Sachverhalten.

Bundesfinanzhof: Kein Betriebskostenabzug für vom Arbeitgeber überlassenen Dienstwagen

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Einem Arbeitnehmer, welcher ein ihm von seinem Arbeitgeber überlassenes Kraftfahrzeug nicht nur für Privatfahrten, sondern auch für seine selbstständige Tätigkeit nutzt, steht für Fahrtkosten dann kein Betriebsausgabenabzug zu, wenn eine Besteuerung nach der sog. 1%-Methode erfolgt.

Testamentsgestaltung: Zeitnahes Nachversterben des Ehegatten

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Der Möglichkeit des gleichzeitigen Versterbens von Ehegatten wird im Rahmen der Testamentsgestaltung durch eine sog. Katastrophenklausel Rechnung getragen und angeordnet, dass im Falle des gleichzeitigen Ablebens der Ehegatten, beide Ehegatten nach den Regelungen beerbt werden, welche sie ursprünglich für den Erbfall nach dem Letztlebenden vorgesehen hatten.

Eine mögliche Klausel innerhalb Ihres gemeinschaftlichen Testaments könnte wiefolgt lauten:

„Sollten wir gleichzeitig ableben, so soll jeder von uns entsprechend der Schlusserbeneinsetzung für den zweiten Todesfall mit den dort angeordneten Vermächtnissen, Auflagen und der Testamentsvollstreckung beerbt werden.“

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Lesbarkeit ist zwingende Formvoraussetzung für ein wirksames Testament

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Der für Nachlassangelegenheiten zuständige Senat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts hat mit Beschluss vom 16. Juli 2015 (Az. 3 Wx 19/15) entschieden, dass ein eigenhändiges Testament lesbar sein muss, um die Erbfolge in Abweichung von der gesetzlichen Erbfolge vorzugeben.